Die Sage der Mönchsgraben-Hexen

Mönchsgrabenhexen:
Um das Jahr 1590 wurden vier Frauen aus den Gemeinden Rangendingen, Sickingen und Bechtoldsweiler beschuldigt, auf dem Gewann „Schöner Rein“ bei den alten Eichen Hexentänze und Teufelsbeschwörungen  bgehalten zu haben.

Madlene Arnott wurde zusammen mit Margarete Haug aus Sickingen, Anna Oster und Katarine Clan beide aus Rangendingen der Hexerei bezichtigt und im Jahre 1598 zur Richtstätte am Heilig Kreuz geführt und durch das Feuer, vom Leben zum Tod, als Unhold lebendig zu Pulver und Asche verbrannt und hingerichtet.

Mönch (Einzelfigur)

Der Mönch, der auch auf unserem Grabstein in der Hochburg am Mönchsgraben zu finden ist. Es war nun nicht wunderlich, dass auch immer wieder Wandermönche durch die Rangendinger Wälder zogen. Im Laufe der Zeit häuften sich jedoch Berichte dieser Reisenden über die Sichtungen von Hexen, die in den Wäldern ihr Unheil trieben. So wurden Frauen bei Hexentänzen oder Teufelsbeschwörungen in den Wäldern beobachtet. Ein mutiger Bruder der Waldbrudergenossenschaft nahm sich daraufhin der Hexenjagd an und überführte die Frauen schließlich der Hexerei. Durch seine Anschuldigungen fanden viele Frauen den Tod durch das Feuer.

Reeba-Maale

Damals konnte man in der Nacht und in den frühen Morgenstunden ein besonderes Wesen zwischen den Reben entdecken. Halb Mensch – halb Wein. Gekleidet in Blätter. Trauben und Laub zieren sein Gesicht. Wer dieses Wesen sieht, erkennt es sogleich. Es war das Reben-Maale – hegen die Trauben und beschützen sie. Sie nehmen nur, was sie auch brauchen und die Bauern lassen sie unbehelligt ihr Werk tun. Verhalf doch ihr Zutun den Weingütern zu gutem Ruf und zu Wein von unumstrittener Qualität.

Rangendingen, im Juni 2004
Narrenverein Mönchsgraben-Hexen Rangendingen